Ziele in der Umgebung

 

Ganz Sizilien ist übersät von interessanten Angeboten, die einen Ausflug lohnenswert machen. Ob eine Städtetour in den historischen Küstenstädten oder eine der eindrucksstarken Naturparks im Landesinneren: Sizilien überzeugt mit einem facettenreichen Angebot.

 

Palermo

"Das Herz von Sizilien" heißt es oft im Volksmund. Die Hauptstadt der Mittelmeerinsel weißt eine über Jahrhunderte alte Geschichte auf, verkörpert durch wahnsinnig interessante und eindrucksvolle Bauwerke in und um die Stadt. Palermo liegt in einer Bucht an der Nordküste und bildet Italiens fünftgrößte Stadt sowie Siziliens kulturelles Zentrum. Mit nur 15 km von Aspra-Mongerbino und 70 km von Calefù entfernt also ideales Ausflugsziel!

 

Bereits im 8. Jahrhundert vor Christus gründeten die Phönizier die Stadt als wichtigen Handelstützpunkt. Die Karthager verteidigten viele Jahre ihren größten Handelshafen, so dass Palermo im Gegensatz zu anderen großen Städten Siziliens nie unter griechische Herrschaft gelangte. Schon damals galt die Region um Palermo als besonders fruchtbar. Prägend für die Stadt: Von Kriegsende bis Ende des 20. Jahrhunderts war Palermo fest in der Hand der Mafia. Es war Zentrum zweier großer Mafiakriege und zählte zu den gefährlichsten Städten Europas. Heutzutage ist dies längst nicht mehr der Fall und die Stadt erstrahlt in voller Blüte mit restaurierten Gebäuden und einem interessanten Angebot an Kultur.

 

So ist die Kathedrale "Maria Santissima Assunta" das wichtigste Kirchengebäude in Palermo und weist den für Sizilien typischen normannisch-arabischen Baustil auf. Erbaut wurde sie 1184. Der Normannenpalast im Stadtinneren auf der höchsten Stelle der Stadt steht prachtvoll über die Stadt und ist Zeugnis der verschiedenen Regierungen der Insel. Besonders sehenswert sind auch die zahlreichen schönen Plätze der Stadt, u. a. der Quattro Canti.

 

Messina

160 km sind es con Cafelù nach Messina. Sie ist mit rund 250000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in der italienischen Region Sizilien. Den Spitznamen "Tor Siziliens" erhielt es aufgrund seiner Nähe zum italienischen Festland - nur 3 Kilometer trennen den Ort zur Stiefelspitze. Im Lauf ihrer Geschichte erlebte die Stadt nicht nur unter den wechselnden Herrschern Blütezeiten und Zerstörungen, auch schwere Erdbeben in den Jahren 1783 und 1908 sowie die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörten immer wieder große Teile der Stadt.

 

Eine ganz besondere Geschichte hat Messina: Im 8. Jahrhundert v. Chr. wurde die Stadt von jonischen Seeräubern aus Kyme gegründet und besiedelt. Zur Zeit der Römer erhielt Messina einen wichtigen Leuchtturm. Bis ins 9. Jahrhundert erlebte die Stadt eine wirtschaftliche Blüte als wichtiger Handelsplatz. Im Jahr 843 wurde die Stadt von den Arabern, 1061 durch die Normannen erobert. Heute kann sie mit vielen bedeutenden Sehenswürdigkeiten überzeugen.

 

Der Dom von Messina wurde im 12. Jahrhundert errichtet und nach dem schweren Erdbeben von 1908 in den Jahren 1919/1920 wiederaufgebaut. In dem freistehenden Glockenturm befindet sich die größte mechanische Uhr der Welt. Die Kirche "Santissima Annunziata dei Catalani" hingegen gehört zu den wenigen Gebäuden, die erhalten blieben. Die "Quattro Fontane", die vier Brunnen aus dem Jahre 1666, sind typisch für das Stadtbild von Messina. Von den vier Brunnen wurden nach dem Erdbeben von 1908 lediglich zwei wieder an den ursprünglichen Ort zurückgebracht. Auch die attraktiven Plätze wie der "Palazzo Monte di Pietà" machen die Stadt zu einem guten Ausflugsziel.

 

Milazzo

Milazzo ist eine Stadt in der Provinz Messina, 145 Kilometer von Cefalù entfernt. Vor allem für Landwirtschaft und Fischfang ist der Ort an der Küste bekannt. Aber auch als "Tor zu den Liparischen Inseln" mit einem Fährhafen für die Liparischen Inseln macht sich Milazzo einen Namen bei Touristen und Einheimischen. Der Ort wurde im Jahr 716 v. Chr. von Siedlern aus Zankle, dem heutigen Messina gegründet und hat sich den Charme des kleinen, idyllischen Fischerörtchen bis heute erhalten.

 

Parco Naturale Regionale delle Madonie

Eine Reise durch Natur, Kunst und Traditionen - das verspricht der Naturpark "Parco Naturale delle Madonie" nur wenige Kilometer vor den Toren von Cefalù. In diesem botanischen Paradies mit seinen Gipfeln, die eine Höhe von 1.979 Metern mitten in der Gebirgskette Madonie erreichen, lebt die Hälfte der 2600 Pflanzenarten Siziliens und ca. 150 der 200 endemischen Pflanzenarten. Die Fauna besteht aus 65 Prozent der Vögel, die in Sizilien nisten, und der Säugetiere, die in Sizilien leben. Die Atmosphäre, mit der der Park zum Verweilen einlädt, ist einzigartig! Von unterschiedlichen Punkten kann man atemberaubende Landschaften der Insel beobachten. So ist ein traumhafter Ausblick in wunderschönen Farben bei Sonnenauf- und Untergang bis zum Ätna oder den Inseln Eolie möglich. Nicht nur für einen begeisterten Naturfreund ein Muss!

 

Parco dei Nebrodi

Der Regionalpark rund um die Monti Nebrodi, ein Gebirge an der Nordostküste Siziliens, wurde 1993 eröffnet. Mit einer Fläche ungefähr 86000 Hektar ist der Regionalpark einer der größten Europas. Bei den Arabern war die Region als "Insel auf der Insel" bekannt, weil hier wegen zahlreicher Bäche, Flüsse und Feuchtgebiete auch in den heißen Sommermonaten eine üppige Vegetation vorzufinden ist. Deswegen werden Zitrusfrüchte, Oliven und Mandeln angebaut. Aufgrund seiner Fauna zählt der Parco dei Nebrodi zu den artenreichsten Gebieten Siziliens. Ca. 150 Vogelarten und 70 verschiedene Schmetterlingsarten haben hier ihren Lebensraum. Eindrucksvoll ist auch das Gebiet der "Rocche del Crasto". Dies sind steile Kalksteinfelsen mit zahlreichen Schluchten und zwei Seen.

 

Vulkan Stromboli

Auf einer der sieben Laparischen Insel gelegen, spuckt der Vulkan Stromboli seine glühende Lava ins Tyrrhenische Meer vor seinen Füßen. Er gehört zu den aktivsten Vulkanen Europas und ragt 900 Meter über dem Meeresspiegel. Nur 55 km von der Küste Siziliens entfernt, befindet sich der Feuerberg und lockt jährlich viele Touristen und Wissenschaftler an, um Zeuge der im 15 Minuten Takt ertönenden Ausbrüche zu werden. Es gibt die Möglichkeit, von einigen Küstenorten die Fähre zur Überfahrt zu benutzen. Zweimal täglich fahren Tragflächenboote von Palermo aus Richtung Stromboli und bieten somit die einmalige Möglichkeit, an den wohl beeindruckendsten Naturereignissen Teil zu haben.

 

Ischia

Eine weitere sehr beliebte italienische Urlaubsinsel ist die Insel Ischia. Die Insel gehört zu den Phlegräischen Inseln und liegt im Golf von Neapel. Capri, die bekannte Insel der Reichen und Schönen, ist die Nachbarinsel von Ischia. Ischia steht Capri als Urlaubsziel aber in nichts nach und ist außerdem berühmt für die gesundheitsfördernden Thermalquellen und ein beliebtes Ziel für Kur- und Wellnessreisen.

 

 

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